Protokoll der Präsidiumssitzung vom 13.12.2007
Sitzungsleitung: Manuel Nevado, Jochen Meiers
Protokollantin: Judith Tinnes
Anwesende: Manuel Nevado (7.5), Jochen Meiers (3.5), Judith Tinnes (4.7), Stefan Densow (1.2), Daniel, Edda Engert (11.6), Nico Schwank (2.6), Fiona Gutjahr (1.4), Sandra Koser (6.8), Yannick Cloutier (8.8), Christian Lauk (7.9)
Gäste: Steffen V. (4.0)
Beginn der Präsidiumssitzung: 19:20
Ende der Präsidiumssitzung: 20:45
0. Begrüßen der Präsidiumsmitglieder und Bewohner sowie Feststellen der Beschlussfähigkeit
1. Ruhestörung im vierten Stock
a) Situation
Im Zeitraum zwischen dem 01. Oktober und dem 03. Dezember kam es im vierten Stock mehrfach zu Ruhestörungen, die einem der dortigen Mieter zugeschrieben werden. Dem neueingezogenen Bewohner wird Folgendes vorgeworfen:
- Betrieb der Stereoanlage bei hohem Lautstärkepegel sowohl tagsüber als auch nachts (teilweise bis in die frühen Morgenstunden)
- Musizieren (Gitarre, Mundharmonika) während der Ruhezeit
- Feiern von lautstarken Parties (vor allem mittwochnachts im Anschluss an die Heimbar in Wohnheim D)
Zwischen dem 01. Oktober 2007 und dem 3. Dezember 2007 gingen unabhängig voneinander mehrere Beschwerden bei verschiedenen Präsidiumsmitgliedern ein. Katharina Teuscher (Flurrätin von 4/5), Judith Tinnes (Tutorin für Kulturelles und Sport) sowie Manuel Nevado (Heimpräsident) ermahnten den Bewohner daraufhin mehrfach, der sich jedoch zunächst uneinsichtig zeigte. Einer Bewohnerin, die sich persönlich bei ihm beschwerte, begegnete er mit Unverständnis und Spott. Nach einem ausgedehnten Gespräch mit Manuel Nevado, das am 21. November im Anschluss an die Heimvollversammlung geführt wurde, besserte sich die Situation etwas. Am 28. und 29. November kam es jedoch erneut zu zwei Zwischenfällen, woraufhin eine Bewohnerin des vierten Stocks in der Präsidiumssitzung vom 3. Dezember 2007 einen formalen Antrag auf Verwarnung stellte. Dieser wurde auch vom Präsidium befürwortet. Um ihm die laut Satzung zustehende Möglichkeit zur Rechtfertigung zu geben, wurde der Mieter zur darauf folgenden Präsidiumssitzung eingeladen.
Es wird ausdrücklich festgehalten, dass es nach dem 29. November 2007 zu keinen weiteren Vorfällen kam.
b) Rechtfertigung des Mieters
Der Mieter übernimmt die Verantwortung für die Ruhestörungen, entschuldigt sich explizit und verspricht, sich in Zukunft regelkonform zu verhalten. Seinen Aussagen nach hat er sich inzwischen einen Kopfhörer gekauft, um weitere Lärmbelästigungen zu vermeiden. Zudem habe er auch seine Freunde angewiesen, sich künftig bei Besuchen rücksichtsvoll zu verhalten.
c) Abstimmung
Im Anschluss an die Rechtfertigung berät sich das Präsidium in Abwesenheit des Beschuldigten.
In der Diskussion werden als Gegenargumente angeführt, dass sich der Bewohner inzwischen einsichtig zu zeigen scheint, die Verantwortung für sein Tun übernommen und sich auch entschuldigt hat. Zudem müsse man honorieren, dass sein Verhalten nach dem 29. November regelkonform war.
Für eine Verwarnung spricht die Tatsache, dass es mehrfach zu erheblichen Ruhestörungen kam und der Bewohner auf Ermahnungen nicht nur nicht reagiert hat, sondern häufig auch uneinsichtig und dreist auftrat. Es wird die Befürchtung geäußert, dass eine zu nachsichtige Handhabung der Angelegenheit den Bewohner zu weiteren Regelverstößen ermutigen könne.
Um ihm gegenüber gerecht zu sein und zu honorieren, dass sich nach dem 29. November keine weiteren Ruhestörungen mehr ereignet haben, wird festgelegt, dass sich die Verwarnung auf einen eingeschränkten Zeitraum bezieht (01. Oktober – 29. November).
Bei der darauffolgenden Abstimmung kommt das Präsidium zu folgendem Ergebnis: 9 Ja-Stimmen, 2 Enthaltungen, 0 Nein-Stimmen
Es wird somit eine Verwarnung wegen Ruhestörung gegen den Bewohner ausgesprochen.
2. Ausstattung der Heimbar
Steffen Volkmann, der freundlicherweise die Auswahl und den Erwerb der elektronischen Geräte für die Heimbar übernehmen möchte, informiert das Präsidium über die Fortschritte seiner Bemühungen. Für unsere Räumlichkeiten bietet sich die Anschaffung von zwei Boxen, eines Verstärkers und einer Anlage für Lichteffekte an. Die Boxen werden mit Wandhalterung geliefert. Zusätzliche Features (wie beispielsweise ein Plattenspieler) sind preislich nicht lohnenswert, da abzusehen ist, dass diese nur selten gebraucht werden.
3. Abstimmung über die Anschaffung und Montage eines zusätzlichen Waschmarkenzählers:
Die Heimpräsidenten haben ein Angebot für einen neuen Waschmarkenzähler eingeholt. Die Anschaffung kostet das Wohnheim 400 Euro. Darin enthalten sind die Installationskosten in Höhe von ca. 100 Euro.
Es wird einstimmig entschieden, dass der Waschmarkenzähler gekauft und installiert wird. Dass die Firma in der Vergangenheit qualitativ hochwertige Arbeit geleistet hat, spricht dafür, 100 Euro in die Installation zu investieren.
4. Veröffentlichung von Flurprotokollen
Daniel Fass führt an, dass es aus Gründen des Datenschutzes sinnvoll wäre, die Protokolle der Flursitzungen in Zukunft nicht mehr auf der Wohnheim-Homepage zu veröffentlichen, da sie die Namen aller anwesenden Heimbewohner beinhalten. Eine rückwirkende Anonymisierung aller vergangenen Protokolle gestaltet sich als zu zeitaufwändig.
Es wird einstimmig beschlossen, die Flurprotolle von der Webseite zu entfernen.

